Die Taxivermittlung Uber hat sich zum Ziel gesetzt, das Monopol der Taxifahrer zu durchbrechen. Die Bestellung und Abrechnung einer Fahrt per Smartphone soll bequemer und günstiger sein. Alteingesessene Taxler sehen dagegen unfairen Wettbewerb.

Das Funktionsprinzip von Uber ist einfach: Ist die App installiert, wird der Zielort eingegeben. Nimmt ein Fahrer die Anfrage an, lässt sich am Display die Anfahrt des Wagens verfolgen. Nach der Fahrt wird direkt am Handy bargeldlos per Kreditkarte oder PayPal abgerechnet, ein Trinkgeld ist nicht vorgesehen. Uber bietet seinen Service in ausgewählten Städten in 45 Ländern weltweit an, unter anderem auch in Wien. Doch auch wenn das grundlegende Prinzip nur wie ein modernerer Taxidienst klingt, unterscheidet sich das Geschäftsmodell des Startups aus San Francisco sehr stark von dem der klassischen Taxis.

UBER_Kemptner_Foto mit Handy

Uber stellt nur eine Vermittlungsplattform zwischen Fahrer und Fahrgast zur Verfügung und beschäftigt selbst keine Angestellten. Das Taxameter wird durch die GPS-Funktion des Smartphones ersetzt. Der Fahrer muss sich selbst um eine taxigerechte Versicherung des Wagens und die Besteuerung seiner Einkünfte kümmern. Einen Taxlerausweis gibt es meistens nicht.
Als in Wien zu dem schon seit längerem verfügbaren Limousinenservice „UberBLACK“ vor wenigen Wochen ein Economyangebot namens „UberX“ kam, das bis zu 25 % günstiger als die städtischen Taxis sein soll, streikten Taxifahrer auf der Mariahilfer Straße. Sie fordern kein Verbot der App, allerdings faire Bedingungen.

Für Beförderungsgäste mag der Service bequem sein, aber für Fahrer ist die ungeklärte Rechtslage riskant: Wie das Beispiel Deutschland zeigt, überlässt Uber die Verantwortung gerne den Lenkern. Diesen drohen nach einer einstweiligen Verfügung bis zu € 250.000,- an Strafzahlungen pro Fahrt.

Uber_Kemptner_Screenshot

Artikel von: Alexander Kemptner
Fotos von: Karl Piaty und https://play.google.com/store/apps/details?id=com.ubercab