Verschwitzte und tanzende Körper, gigantische Bühnen gepaart mit viel Spaß und Lebensfreude – diese Bilder kennt wohl jeder von uns! Zumindest jeder, der schon einmal ein Festival im Hochsommer besucht hat. Bereits zum 5. Mal findet von 6. bis 8. Juli 2017 Österreichs größtes EDM-Festival – das Electric Love 2017 – statt. Zur großen „5th-anniversary-edition“ geben Stars wie Martin Garrix, Hardwell, Headhunterz oder Felice ihre Songs und Moves zum Besten. Wir sind live vor Ort und dürfen für euch einen Blick hinter die Kulissen werfen.

Bereits 16 Tage vor Beginn der 4 tägigen Veranstaltung setzen sich Mensch und Maschine gemeinsam in Bewegung, um das riesige Areal auf den Ansturm von insgesamt 181.500 Party-People aus 55 Nationen vorzubereiten. Es gilt Zäune aufzustellen, gigantische Stahlkonstruktionen zu formen und dutzende LKW-Fuhren mit Material und Lebensmitteln zu bewegen.

Bereits Monate vorher begannen die eigentlichen Pläneschmieder, etwa 40 Personen der Eventfirma Revolution Events, mit den Vorbereitungen. Logistische Abläufe mussten ebenso präzise geplant werden wie P+R-Kampagnen, Ticketing-Prozesse oder Sicherheitskonzepte.

Aufgrund der jüngsten Ereignisse wird dieses Jahr ein enormer sicherheitstechnischer Aufwand betrieben – einen Aufwand, den auch wir zu spüren bekommen. Personalisierte Tickets und strenge Ausweiskontrollen sowie regelmäßige Leibesvisitationen beim Betreten des Festival-Areales sollen sicherstellen, dass dumme Ideen und potentielle Gefahren schon im Keim erstickt werden. Jedoch betont der Veranstalter, dass das Gewaltpotential der Festivalbesucher – trotz des erhöhten Alkoholkonsums – sehr niedrig sei. Im Vorjahr verzeichnete man bei knapp 200.000 Besuchern lediglich 15 dokumentierte Fälle von Gewalt – das entspricht einer Quote weniger als 1 Promille.

Die restlichen „Electric-Lovers“ genießen derweilen ihr Leben, während nationale und internationale Top-Acts ihr bestes dazu beitragen, die Menge zu erheitern. Österreichs DJ-Star Felice eröffnet am Donnerstag mit einer einstündigen Show inkl. Trommeleinlage ein musikalisches Gourmet-Menü. Trotz seines rappelvollen Resident-DJ-Terminkalenders nimmt er sich die Zeit, um ein wenig mit uns zu plaudern – chapeau!

Das Electric-Love-Festival feiert 2017 sein 5-jähriges Jubiläum. Du bist auch in diesem Jahr Resident-DJ – was macht dieses Festival so besonders?

Es ist sehr familiär und das trotz dieser Größe. Die Location ist super-speziell. Ich habe dieses Festival ein bisschen mit Herzblut aufgebaut mit der Opening-Show gestern. Das macht dieses Festival speziell für mich.

Du bist schon seit über 10 Jahren in der DJ-Scene aktiv. Erläutere uns bitte ein bisschen die Anfänge deiner Karriere.

Ich habe immer schon ein bisschen aufgelegt. Am Anfang in ganz kleinen Bars in Salzburg. Zu meinem 18 Geburtstag habe ich mir dann 2 Turntables und einen Mixer gekauft und habe danach nur mehr Geld für 3 Schallplatten gehabt – die habe ich dann hin und her gemixt bis ich das Mixen draufgehabt habe. Naja und dann sind halt die Bars zu Clubs geworden und irgendwann sind die Jungs vom Electric Love auf mich zugekommen und haben gesagt: „Hey,

wir machen ein Festival und wir holen David Guetta und das wird super-fett“. Zuerst habe ich ein bisschen darüber gelacht, aber es ist dann das geworden, was es heute ist.

Welche Tipps gibst du jungen DJ’s, die auch von den großen Bühnen dieser Welt träumen?

Naja, ich bin ein bisschen durch die harte Schule gegangen. Ich habe gelernt vor 10 Leuten bis hin zu den 40.000 Leuten heute aufzulegen und ich glaube, dass dies auch der richtige Weg ist. Viele junge Leute sehen auf Youtube irgendwelche Live-Streams und glauben, das ist die Wahrheit. Im Endeffekt geht es darum, das Handwerk zu lernen. Eine Stunde vor 40.000 Leuten aufzulegen ist jetzt nicht die Kunst, sondern ich finde, man muss lernen, wie man auch vor 10 Leuten eine super Stimmung macht. Außerdem ist Networking ein extrem wichtiger Part – es hilft, wenn man viel in Bars und Clubs abhängt und viele Leute kennenlernt – dabei sollte man immer einen professionellen Eindruck machen.

Wie sieht es mit der Zukunft der österreichischen DJ-Szene aus?

Ich finde, dass gerade jetzt in Österreich und auch in Salzburg extrem viel weiter geht.  Richtig junge Leute im Alter von 15 oder 16 geben richtig Gas – die Zukunft der österreichischen DJ-Szene ist meiner Meinung nach gesichert.

Deine neue Single „Boom Boom Boom“ (kürzlich veröffentlicht) ist zurzeit sehr erfolgreich (auch in den iTunes EDM-Charts). Wie sieht die Zukunft von DJ Felice aus? Welche Ziele hast du? Auf was darf man sich freuen?

Mein großer Traum ist und bleibt weiterhin ein eigenes Album zu produzieren. Mein zweites großes Ziel ist eine Solo-Show auf die Beine zu stellen, so wie das Electric Love – natürlich in einem kleineren Rahmen (1000-2000 Leute), mit vielen Live-Elementen. Ich arbeite gerade mit einem Visual-Artist aus Italien zusammen. Man muss sich immer wieder neu erfinden – das Gesamterlebnis muss passen.

Danke, dass du dir für uns Zeit genommen hast.

Bitte gerne.

 

 

Eine Berichterstattung, wie diese, hält oft auch sehr amüsante Überraschungen für einen bereit. Während sich das Ziel, ein Foto mit Hollands Star-DJ Martin Garrix zu bekommen, als Mission Impossible herausstellt, kristallisieren sich auch eindeutig positive Erlebnisse heraus. Neben dem Anblick eines maskenlosen Alan Walkers lernen wir auch die ein oder andere Eigenheit eines DJ’s kennen. So geschehen beim US-amerikanischen Exportschlager Steve Aoki, der – so haben wir aus vertraulicher Quelle erfahren – vor seinen Auftritten stets ein frisches Paar Unterhosen in seine Kabine ordert – der Sinn dessen erschließt sich uns bis heute jedoch leider nicht.

Während Mr. Aokis Kollegen die Gegend im Umkreis des 100ha großen Festivalareals in Vibration versetzen, feiert so mancher Camper am anderen Ende des Areals seine ganz eigene Party. Zigtausende haben rund um den Ring ihr provisorisches Quartier aufgebaut und sorgen für eine richtig feine Stimmung. Selbst mitgebrachte Sound-Anlagen tragen ebenso ihren Teil bei, wie die exzellente Hospitality seitens des Veranstalters.

Temporäre „Market-Squares“ säumen die 4 tägige Zeltstadt und bieten den Partywütigen alles Mögliche. Von Spinden für Wertgegenstände angefangen, über ein breit gefächertes Lebensmittelsortiment, bis hin zu eigenen Grillstationen; das Electric Love gehört zu den wenigen Festivals in Europa, das die Beverage Gastronomie selbst betreibt, wenngleich einige Essenstände auch an erfahrene Caterer vergeben werden. Auch Gäste mit höheren Ansprüchen kommen im sogenannten „Comfort-Camping-Bereich“ auf ihre Kosten und können dort in eigens für sie bereit gestellten Tippis, Containern oder ELF-Zelten übernachten – weit abseits vom ohrenbetäubenden Partysound vom Camping Nord und Süd.

Besondere Freude bereitet es uns, wenn wir am Gelände auf vertraute Gesichter stoßen. Für Philip Amon aus der 4DK stellt die Q-Dance-Stage den Hotspot des Festivals dar. „Mir taugt einfach die Q-Dance-Family. Die Leute auf der Q-Dance sind einfach mega. Alle helfen sich gegenseitig, wenn jemand ein Problem hat“, schwärmt er. Ebenso wie Melanie Kuzma, ebenfalls aus der 4DK: „Die Stimmung hier ist einfach unfassbar! Auch das restliche Ambiente mit den großen Bühnen und vielen Fahrtgeschäfften passt perfekt – ich komme nächstes Jahr auf jeden Fall wieder.“ Aber auch andere Festivalbesucher, wie Eric Niemetz aus Pregarten (OÖ), zeigen sich begeistert: „Ich bin heuer zum ersten Mal am ELove. Die Bühne ist richtig fein! 100.000 Leute sorgen für eine Wahnsinnsstimmung. Es ist einfach magisch! Mehr kann man dazu nicht sagen.“

Und während über 15.000 „Lovers“ zu den Klängen von DJ Snake auf der Mainstage noch einmal alles geben und nicht einmal ein Gewitter mit sintflutartigen Regenfällen dieser Stimmung etwas anhaben kann, neigt sich das Festivalwochenende langsam dem Ende zu. Auch wir machen uns langsam auf den Heimweg, jedoch nicht ohne zuvor noch einmal einen Blick auf die gigantische Mainstage (28 Meter hoch | 53 Meter breit) zu werfen – ein atemberaubendes Erlebnis, das wir so schnell nicht vergessen werden.

An dieser Stelle möchten wir uns beim Veranstalter, der Revolution Event GmbH, und im Speziellen bei Frau Mag. Sabrina Millautz (Pressesprecherin ELF 2017) bedanken, die uns dieses tolle Abenteuer ermöglicht hat. Danke für ein unvergessliches Wochenende voller Höhepunkte!

Falls auch ihr Lust bekommen habt, dem Electric Love Festival in Zukunft einmal einen Besuch abzustatten, findet ihr sämtliche Infos auf der ELF-Homepage. Der Ticketverkauf für 2018 beginnt bereits diesen Herbst! Schnell sein lohnt sich, denn es winken vergünstigte Tickets und ein Wochenende voller Action, Party und cooler Musik. Wir freuen uns auf jeden Fall auf 2018 …

 

 

Gastartikel von Tobias Höfinger

 

Unsere persönlichen Highlights haben wir für euch in ein kleines Video verpackt 🙂

Für alle Schüler hat DJ-Felice zudem noch eine kleine Botschaft 🙂

 

 

 

Noch mehr Impressionen gefällig? Bitte sehr:

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