Plainfeld. Nach einer kurzen, unruhigen und wenig erholsamen Nacht im Hotel beginnt für uns schon frühmorgens die Arbeit. Es gilt unzählige Bilder zu durchforsten, nachzubearbeiten und parallel dazu den ersten Tagebucheintrag zu verfassen. Nach getaner Arbeit bleibt sogar noch ein bisschen Zeit für ein kleines Nickerchen, bevor es wieder aufs Gelände geht – ein harter Tag steht an.

Es ist Donnerstag und das heißt für uns, dass wir heute unser erstes Interview des Wochenendes führen dürfen und das mit keinem geringeren als dem Electric Love Resident DJ FELICE. Ort des Geschehens ist der sogenannte Interviewgarden direkt neben der Artist Area, wo sich die DJs vor und nach ihren Auftritten aufhalten und frisch machen.

90 Minuten vor Interviewstart besichtigen wir erst einmal die Location, denn Vorbereitung ist alles, wir haben schließlich nicht umsonst einen ganzen Kofferraum voller Equipment mitgeschleppt. Der Interviewgarden selbst besteht dieses Jahr aus einigen gemütlichen gelbbraunen Sesseln, einem großen Electric Love Logo und ist zudem gebrandet mit den Logos eines namhaften österreichischen Energydrink-Herstellers direkt aus der Nachbarschaft. Aber das wichtigste ist: er ist überdacht (warum erfährt ihr später)!

Nach einem kurzen Rundgang über das Kerngelände machen wir uns dann um etwa 16:15 Uhr erneut auf den Weg in Richtung Interviewgarden. Im Gepäck: 3 Kameras, 3 Stative, 2 Mikrofone und unseren Interviewleitfaden. Wie lang doch der Weg werden kann, wenn man nicht mit dem Scooter unterwegs ist…

Mit leichter Verspätung trifft dann auch Felice zum Interview ein. Entspannt, lässig und freundlich wie immer nimmt er sich Zeit für die Fragen der wartenden Journalisten. Im Interview mit uns berichtet er über die Anfänge des Electric Love, die große Opening-Ceremony und gibt im Wordrap einen kleinen Einblick in seine Person.

Danach starten wir wieder unsere obligatorische Fototour bzw. wollten wir starten, denn wie vom Wetterdienst präzise vorhergesagt, fahren uns sintflutartige Regenfälle in die Parade. Normalerweise sind diese nicht von langer Dauer, jedoch nicht hier in Salzburg, denn der Regen sollte den ganzen Tag nicht mehr aufhören und bedingt durch die Muldenlage des Rings großräumige Überschwemmungen verursachen.

Auch hier sieht man wieder: Vorbereitung ist alles. Hineingeschlüpft in Regenjacke, Regenhose, Regenponcho, normale Jacke sowie Bergschuhe und mit ausreichend Equipmentschutz für Kamera und Rucksack entschließen wir uns dann doch, die, trotz der schlechten Wetterlage, ununterbrochen feiernde Partymenge vor unsere Linse zu holen.

Nach 1 ½ Stunden im strömenden Regen geht’s ab ins Pressezentrum, wo zuerst einmal provisorisch versucht wird, die Kleidung trocken zu kriegen und dann die ersten Fotos des Tages sortiert werden. Beim Verlassen des Pressezentrums kommt es dann zum ersten Schockmoment des Wochenendes – unser achso geliebter und stets treuer Scooter wurde gestohlen. Aber wir wären schließlich nicht Insight7, wenn wir uns nicht in Detektivmanier auf Fährtensuche begeben würden und tatsächlich, nach langem Suchen entdecken wir das Diebesgut schließlich direkt hinter der Mainstage – ein Staff-Member der Aftermovie Crew hatte ihn wohl „versehentlich“ entwendet.

Aber egal, wir sind wieder mobil und widmen uns jetzt endlich einmal den Acts. Eröffnet wird der Abend vom ersten Headliner des Wochenendes, den Chainsmokers, gefolgt von EDM-Hochkarätern wie Deorro, Vini Vici oder Axwell & Ingrosso. Sie alle bringen die imposante Mainstage, die heute endlich enthüllt wurde, zum Beben.

Extra für dieses Wochenende neu konzipiert, trumpft die diesjährige Mainstage mit 750 Geräten, 700m² LED Fläche, 18 RGB Lasern, insgesamt 3000 (!) Pyroschüssen und 12 x 15 Meter hohen Flammen auf. Ein atemberaubendes visuelles Schauspiel, das vor allem in der Nacht so richtig zur Geltung kommt.

Unser ständiger Begleiter: der Regen. Es schüttet wie aus Eimern und ein Ende ist weit und breit nicht in Sicht. Gegen Mitternacht entschließen wir uns schweren Herzens und pitschnass bis auf die Unterwäsche, die Heimreise zu unserem Hotel anzutreten, schließlich wollen wir auch den Rest des Wochenendes noch am Gelände und nicht im Bett verbringen.

Etwas Leid tun uns die tausenden Camper, die verzweifelt versuchen, ihr Hab und Gut vor den Wassermassen in Sicherheit zu bringen und deren Areal sich mittlerweile in eine Sumpflandschaft verwandelt hat. Man darf gespannt sein, ob das Wetter in den nächsten Tagen besser wird, wir hoffen es zumindest und sagen in diesem Sinne Ciao und bis morgen…