Der nachstehende Bericht beinhaltet ein bisher heikles Thema in Österreich, den 12-Stunden-Tag. Dieser sorgte für viel Aufregung, Demonstrationen und Propaganda. Der Zwölfstundentag ist eine Änderung des Arbeitsgesetzes, indem es bisher erlaubt war maximal 10 Stunden zu arbeiten (mit Betriebsvereinbarungen sogar 12 Stunden).  Dies wurde auf 12 Stunden erhöht, welche mit einem Freiwilligkeitsprinzip versichert und ohne Zustimmung des Betriebsrates möglich sind.

 

Sogar 60 Stunden Wochen sind jetzt möglich. Die einzige Einschränkung die es gibt ist ein EU-Gesetz. Dieses besagt das man in 17 aufeinanderfolgenden Wochen nicht mehr als 48 Stunden pro Woche arbeiten darf. Das bedeutet, dass wenn man 60 Stunden pro Woche arbeitet dies maximal 13 Wochen machen darf und dann müsste man 4 Wochen Urlaub haben oder diese 4 Wochen ausbezahlen lassen.

 

Der 12-Stunden-Tag trat am 1. September 2018 in Kraft. Schon bereits Monate bevor des Inkrafttretens des Gesetzes gab es scharfe Kritik und eine große Aufregung. Bereits im Juni gab es eine Ausgabe „Pro & Contra“ von Puls 4 über den Zwölfstundentag. Vor allem von der SPÖ (soziale Partei Österreichs) gab es scharfe Kritik und man sprach von Ausbeutung der Arbeitnehmer. Dieses Gesetz ist besonders positiv für die Wirtschaft und für die Arbeitgeber. Zur Spitze der Aufregung kam es, als angeblich eine Mitarbeiterin entlassen wurde, weil sie den 12-Stunden-Tag ablehnte. Auch ein Salzburger Hotelier sorgte für Aufregung als in seiner Jobausschreibung stand, dass es 60-Stunden-Wochen gäbe (12-Stunden-Tage). Der dritte und letzte Fall welcher für Aufregung sorgte war ein Kollektivvertrag in dem stand, dass der Mitarbeiter darauf verzichtet den 12-Stunden-Tag trotz des Freiwilligkeitsprinzips abzulehnen.

 

Die WKO (Wirtschaftskammer Österreichs) ist ein großer Befürworter des neuen Arbeitsgesetzes, welches für Flexibilität sorgen soll. Weiters ist noch zu sagen, dass es sogar eine Website gibt die gegen den Zwölfstundentag ist und in der, Informationsmaterial, anstehende Demonstrationen und dort befindet sich auch eine Hotline.

Wir bedanken uns für den Gastbeitrag von Sebastian Steinmaßl