Zurzeit verzichten viele auf bestimmte Nahrungsmittel oder schlechte Gewohnheiten. Denn es ist Ramadan und auch Fastenzeit im Christentum. Der Brauch findet sich in vielen Kulturen und Religionen und dient also nicht nur gesundheitlichen, sondern auch spirituellen Zwecken.
Während des Fastens nehmen wir weniger Energie in Form von Nahrung zu uns. Deshalb muss der Körper seinen Stoffwechsel umstellen und auf gespeicherte Energiereserven zurückgreifen. Unter anderem sind das Glykogen (kurzfristig), Proteine und schließlich Fettdepots (vor allem bei länger anhaltendem Fasten). Fasten hat allerdings nicht nur positive Effekte, sondern auch negative: Es kann zu Symptomen wie Heißhunger, Zittern und Konzentrationsproblemen führen.
Viele islamische Gläubige fasten während des Ramadans. Der Ramadan ist der neunte des islamischen Mondkalenders und währenddessen verzichten sie von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang auf Essen und Trinken. Das tägliche Fastenbrechen nach Sonnenuntergang wird Iftar genannt und oft mit Familie und Freunden zusammen gefeiert.
Das tägliche Fasten zwischen Sonnenauf- und -untergang umfasst also ca. 16 Stunden am Tag, während denen nichts gegessen und getrunken wird. Auch das beeinflusst den Körper. Der Blutzuckerspiegel sinkt, was zu einem verminderten Energielevel führen kann. Außerdem schaltet der Körper in den Hungerstoffwechsel und nutzt gespeicherte Kohlenhydrate und Fettreserven im Körper, um Energie zu gewinnen. Der Verzicht auf Flüssigkeit stellt oftmals ein Problem dar: man dehydriert, was Schwindel, Kopfschmerzen und Konzentrationsprobleme verursachen kann. Im schlimmsten Fall kann das sogar dazu führen, dass man ohnmächtig wird. Vor allem, wenn es sehr heiß ist oder bei großer körperlicher Anstrengung.
Für gewöhnlich gewöhnt sich ein gesunder Körper jedoch schnell and die Umstellung und kommt mit dem niedrigeren Energielevel zurecht. Zusätzlich hat das Fasten auch positive Effekte: Unter anderem wirken Glückshormone, wie Serotonin, länger im Gehirn.