Für viele Schülerinnen und Schüler gehört der Nachmittagsunterricht zum Alltag. Besonders die Schüler/innen der Sport+-Klassen, in denen die Schülerinnen und Schüler in der 3. und 4. Klasse dreimal in der Woche nachmittags Unterricht hat, verbringen einen großen Teil ihrer Woche in der Schule. Doch wie sinnvoll ist der Nachmittagsunterricht, wenn man sich nebenbei noch für Schularbeiten, Tests und andere Aufgaben vorbereiten muss?
Nachmittagsunterricht in der HAK
Einerseits ist der Schulbetrieb am Nachmittag durchaus nachvollziehbar. Der Lehrplan ist sehr umfangreich und schreibt eine bestimmte Zahl an Wochenstunden vor. Besonders HAK-typische Fächer wie Betriebswirtschaft und Rechnungswesen nehmen viel Zeit in Anspruch, um den vielfältigen Stoff vollständig behandeln zu können. Mehr Unterrichtszeit kann dabei helfen, den Stoff gründlicher durchzunehmen und praktische Aufgaben gemeinsam zu lösen.
Probleme des Spätunterrichts
Andererseits stellt sich die Frage, wie sinnvoll Spätunterricht ist und wie aufnahmefähig man nach mehreren Stunden Schule noch ist. Viele Jugendliche sind bereits erschöpft und können sich nicht mehr richtig auf den Unterricht konzentrieren. Oft werden Schüler/innen als unmotiviert wahrgenommen, weil ihnen am Nachmittag nach dem frühen Aufstehen und mehreren Stunden Lernzeit die Augen zufallen. Anschließend kommt man erst am späten Nachmittag oder erst am Abend nach Hause und muss noch lernen, Hausaufgaben machen. Viele Schüler/innen engagieren sich außerdem noch in Vereinen.
Qualität statt Dauer
Meiner Meinung nach geht es in der Oberstufe besonders um das richtige Zeitmanagement. Man muss lernen, selbstständig zu werden, was auf jeden Fall eine gute Vorbereitung auf das spätere Berufsleben ist. Für Pendler mit langen Heimwegen ist die richtige Einteilung besonders wichtig, da sonst die eigene Freizeit zu kurz kommt. Ein Lösungsvorschlag wäre, Hauptfächer am Vormittag und Fächer wie Sport, Übungsfirma, Geschichte und Biologie am Nachmittag zu unterrichten, weil diese weniger Konzentration erfordern.
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