Multitasking in der Schule: Effizienzsteigerung oder Energieraub?

In einer Zeit ständiger Informationsfluten erweist sich Multitasking in der Schule scheinbar als unverzichtbare Fähigkeit. Doch die Wissenschaft stellt sich jetzt die Frage: Ist Multitasking tatsächlich ein effektiver Verbündeter oder eher ein potenzieller Energieräuber?

Forscher warnen vor den sogenannten „Switching Costs“, einem Phänomen, bei dem das Gehirn zwischen verschiedenen Aufgaben hin und her springt. Dieser ständige Wechsel der Aufmerksamkeit kann zu einem spürbaren Effizienzverlust führen, wodurch nicht nur die Qualität der Arbeit leidet, sondern auch die benötigte Zeit für die Erledigung von Aufgaben zunimmt.

Trotz dieser Herausforderungen kann Multitasking in bestimmten Situationen durchaus seine Vorteile haben. Man braucht jedoch eine ausgefeilte Strategie und einen bewussten Umgang mit seinen Aufgaben, um die positiven Aspekte zu nutzen und mögliche Nachteile zu minimieren.

Die Kunst des Multitaskings liegt in der klugen Ordnung und einer bewussten Auswahl der Arbeit. Es geht darum, nicht einfach in den Strudel verschiedener Tätigkeiten zu geraten, sondern vielmehr die Fähigkeit zu entwickeln, sich auf das Wesentliche zu fokussieren. Schüler sollten lernen, zwischen den verschiedenen Arbeitsaufträgen und Projekten zu switchen, ohne dabei die Qualität ihrer Arbeit zu vernachlässigen.

Ein bewusster Umgang mit Multitasking kann somit nicht nur zu einer höheren Produktivität führen, sondern auch zu einer Verbesserung der schulischen Leistungen beitragen.

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