Das Titelbild wurde von der KI Co-Pilot erstellt!

TikTok ist wohl die App, die die meisten von uns am Handy haben. Kurze Videos, coole Trends und schneller Spaß machen die Plattform so beliebt. Aber hinter den witzigen Clips steckt viel mehr, als man auf den ersten Blick merkt. Die App sammelt eine riesige Menge an Daten über uns, teilweise sogar Dinge, die wir nicht bewusst teilen oder merken.


TikTok speichert nicht nur, welche Videos wir liken oder wie lange wir sie anschauen, sondern auch technische Informationen wie lange wir scrollen, welche Geräte wir nutzen und sogar wie wir tippen oder unseren Bildschirm benutzen. Außerdem kann die App Standortdaten abrufen und erkennt über sogenannte biometrische Daten unser Gesicht oder unsere Stimme, zumindest laut den Vorgaben in der Datenschutzerklärung. Selbst wenn man einen Trend einfach nur anschaut, kann TikTok ein ziemlich genaues Profil von einem erstellen, nicht nur über Vorlieben, sondern auch über Verhalten und Aufenthaltsort.


Algorithmen wie der von TikTok funktionieren so, dass sie versuchen, uns möglichst lange auf der App zu halten. Wenn TikTok zum Beispiel merkt, dass einem Tanzvideos oder Comedy am besten gefallen, zeigt es immer mehr davon. Diese Daten entstehen also nicht zufällig, sondern weil die App genau beobachten will, was uns interessiert. Das kann dazu führen, dass der Feed immer ähnlicher wird und man fast nur noch bestimmte Inhalte sieht. Experten nennen das Filterblasen.


Ein Grund, warum so viele darüber reden, ist, dass nicht immer klar ist, wohin diese Daten gehen. TikTok gehört dem chinesischen Unternehmen ByteDance, und obwohl TikTok sagt, dass die Daten sicher gespeichert werden, gibt es viele Diskussionen über die Transparenz. In Europa wurde TikTok bereits wegen Datenschutzproblemen bestraft, zum Beispiel weil Daten von Nutzern teilweise nach China übertragen wurden. Außerdem wurde die App beschuldigt, Daten von anderen Apps auszulesen, wie zum Beispiel Aktivitäten auf anderen Plattformen, ohne dass Nutzer zugestimmt hätten.


Viele Jugendliche merken vielleicht gar nicht, wie viel die App über sie weiß. Es geht nicht nur um Likes oder Kommentare. TikTok sammelt Daten darüber, wie wir scrollen, interagieren und welche Interessen wir haben. Das ist nicht unbedingt illegal oder gefährlich, zeigt aber, dass unsere Online-Identität aus vielen kleinen Spuren besteht, die zu einem überraschend genauen Bild zusammengesetzt werden können.


TikTok ist deshalb so stark, weil die App mehr über uns weiß, als wir bewusst preisgeben, und genau das benutzen Unternehmen und manchmal auch Dritte, um uns Inhalte und Werbung zu zeigen, die perfekt zu unserem Verhalten passen.

Quellen: ghacks.net, en.wikipedia.org, whatdotheycollect.com, theverge.com, reuters.com, misinformationsucks.com

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