Sage und schreibe 41,9° C zeigte das Thermostat durchschnittlich im Dezember letzten Jahres in Australien an und somit war es die höchste Durchschnittstemperatur, die je in Australien gemessen wurde. Des weiteren fiel laut der Behörde für nationale Meteorologie Australiens so wenig Regen wie noch nie zuvor in besagtem Monat.

Bereits seit September bzw. Oktober gibt es immer mehr Vegetations- und Buschbrände in dünn besiedelten Gebieten, jedoch gibt es auch immer mehr Siedlungsbrände, die für die Bewohner Australiens zunehmend zur Gefahr wurden bzw. werden. Obwohl es jedes Jahr zu Buschbränden in Australien kommt, ist es dieses Jahr trotzdem eine andere Situation, da die Brände normalerweise erst im Hochsommer ab Dezember kommen. Dieses Jahr war dies deutlich früher der Fall und auch die betroffen Gebiete sind andere, als im Normalfall. Nicht nur in den dünn besiedelten Regionen kommt es zu Buschbränden, sondern auch an der Südostküste des Landes. Diese Küste ist genau das Gebiet, wo ein Großteil aller Australier und Australierinnen leben, wo Touristen in den Urlaub fahren und wo sich etliche Wohnsiedlungen sowie die Großstädte Sydney und Canberra befinden.

Von den Bränden gezeichnet zieht man in Australien Anfang diesen Jahres eine erste Bilanz. Stand 9. Jänner wurden allein in der Region New South Wales 1.870 Häuser vollständig und 753 teilweise zerstört. Diese Zahlen steigen momentan täglich und bereits tausende Menschen mussten ihre Wohnorte verlassen.

Mindestens 27 Menschenleben sowie unzählige Leben von Tieren forderten die Buschbrände bisher.

Docht zurzeit kommt etwas Hoffnung für die Menschen aus Down Under auf, da für die kommenden Tage günstigere Wetterbedingungen in Form von Regen gemeldet werden. Bis es jedoch zu einer vollständigen Entwarnung kommt, wird es leider noch einige Zeit dauern.